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Wer hat sich befleckt, unser Geist oder unsere Seele?

Verfasst: 21.12.2019, 20:33
von cristina
Unter vielen Spiritualisten der deutschsprachigen Regionen Europas herrscht die Meinung vor, dass der göttliche Funke im Menschen, der Geist, rein und vollkommen ist, und dass nur die Seele befleckt ist.

Was denkt Ihr dazu: Wer hat sich nun wirklich befleckt?

Re: Wer hat sich befleckt, unser Geist oder unsere Seele?

Verfasst: 22.12.2019, 08:17
von Regula
Unser Geist hat sich befleckt, indem er sich den Leidenschaften hingibt. Dies beginnt bereits im Kindesalter.

Komisch - aus dem Bauch hätte ich auch gesagt, der Geist bleibt rein! ;)

Re: Wer hat sich befleckt, unser Geist oder unsere Seele?

Verfasst: 23.12.2019, 20:17
von cristina
Liebe Regula,

gemäss dem Dritten Testament hat sich unser Geist befleckt.

Die folgenden Versen aus dem Buch des Wahren Lebens belegen es:
2-42,39. Ich vergebe eure Sünden, selbst wenn ihr mit dem Bewusstsein gesündigt habt, eine Verfehlung zu begehen, und zeige euch immer den Weg, auf dem ihr zu mir kommen sollt. Kann das Kind sich mit beflecktem Geist und ohne gute Werke vor dem Vater zeigen? Sein Gewissen wird ihm sagen, dass es erst nach der Erfüllung seiner Aufgabe zu mir kommen kann.
7-177,21. Ich werde bewirken, dass das Wort, das Ich euch in dieser Zeit gegeben habe, mit Klarheit niedergeschrieben wird, damit die Menschheit in jenem Buch die Erklärung für viele der Unterweisungen findet, die sie nicht verstanden hatte, und die richtige Auslegung meiner Lehre. Dann wird jener Erkenntnis die wahre Furcht entspringen, nicht die Furcht vor der göttlichen Strafe, sondern der Kummer darüber, sich durch die Sünde zu beflecken, den Schöpfer zu beleidigen, mit beflecktem Geist zum Vater ins Jenseits zurückzukehren, ohne auf dem Pfad der Vergeistigung und des wahren Wissens einen weiteren Schritt vorwärts gemacht zu haben.

Der Kern des Dritten Testaments und die grosse Botschaft für unsere Zeit ist der Geist. Zwar wussten wir durch Jesus-Christus, dass wir Kinder Gottes sind, doch wir dachten, dies sei, weil er am Kreuz Sein Blut für uns vergoss, und uns dadurch würdig machte, vor Gottes Thron zu treten. Gemäss dem Dritten Testament sind wir als Geistwesen aus Gott hervorgegangen, ausgestattet mit göttlichen Eigenschaften, die jedoch nur keimhaft in uns angelegt sind. Aufgrund dieser Tatsachen sind wir Seine Kinder. In den folgenden Versen aus U. 328 wird beschrieben, welchen Weg unser Geist seit seiner Erschaffung zurücklegen musste und wie er sich auf seinem Entwicklungsweg befleckt hat.

11-328,20. Die Tugend zeigt sich nur in der Prüfung. Das Licht strahlt am stärksten in der Finsternis, das Licht strahlt nicht im Licht, und so war es notwendig, dass euer Geist geprüft und geläutert würde. Denn euer Geist hat einen Anfang, doch in seiner Unschuld hatte er keine Verdienste, fehlte es ihm an Erfahrung, an Entfaltung und an Vollkommenheit. Dafür wurde ihm eine niedere Lebensstufe anbefohlen, um zu einer anderen, höheren aufsteigen zu können, und so weiter auf den sieben Stufen der Stufenleiter zur Vollkommenheit, bis er als vollkommener und reiner Geist in die Gegenwart des Vaters gelangt, voller Licht, durch die Entfaltung all seiner Gaben entwickelt, in all seinen Fähigkeiten vervollkommnet, mit vielen im Kampf erworbenen Verdiensten, voll Erkenntnis seiner selbst, seines Vaters und des Lebens, sich seiner Herkunft bewusst, wozu er geschaffen worden ist, und wohin er zurückgekehrt war.
21. So, wie der Geist im Fleisch auf den Beginn seines Kampfes auf dem Erdenweg stieß, so traf er auch auf eine unendliche Zahl von Prüfungen und Versuchungen - manche Prüfungen handgreiflich und andere unsichtbar - so mächtige Versuchungen und Prüfungen, dass diese ihn mittels des Fleisches zu Fall brachten, die einen sichtbar und andere nur für den Geist, das Gewissen, die zarten Saiten des Herzens und des Verstandes wahrnehmbar.
22. Der Geist ist von seinem Ursprung an auf alle Arten geprüft worden. Da er durch das Böse geprüft worden ist, meint ihr etwa, dass der Vater das Böse besitzen könnte, um seine Kinder zu versuchen? Wahrlich, Ich sage euch: Nein. Aber auch das Böse existiert von eurem Ursprung an, es hat die Schwachheit, die Verführbarkeit des Geistes und des Fleisches bewirkt.
Da die Geister nicht von ihrer eigenen Stärke Gebrauch zu machen verstanden, und das Fleisch den Versuchungen erlag, was hat der Vater angesichts dessen getan? Er hat zugelassen, dass die Kräfte des Bösen euch auf die Probe stellen. Einmal und tausend Male habe Ich es zugelassen, um in euch mein eigenes Licht, das Ich euch anvertraut habe, auf die Probe zu stellen, um eure eigene Tugend, welche die meine ist, einer Prüfung zu unterziehen, um euch im Schmerz, in den schwierigen Krisenzeiten, im Chaos des Lebens zu läutern, damit euer Geist während dieser Prüfungen und dieser schwierigen Geschehnisse Anlässe zur Vervollkommnung, zur Gesetzeserfüllung findet, Gelegenheiten, um euren Geschwistern und eurem Vater seine Stärke und die Standhaftigkeit in meinen Gesetzen zu beweisen.
27. Das ist der Grund, weshalb Ich gekommen bin. Denn ihr wart nicht imstande, im Guten standhaft zu sein und darin zu verbleiben, weil ihr den Schwächen des Fleisches nachgegeben habt, weil ihr in sowohl sichtbaren, als auch unsichtbaren Versuchungen gefallen seid, unter jene übernatürliche Macht des Bösen, die über euch existiert.

Re: Wer hat sich befleckt, unser Geist oder unsere Seele?

Verfasst: 24.12.2019, 08:30
von cristina
Fortsetzung:

Wie wir im vorhergehenden Beitrag festgestellt haben, hat sich der Geist auf seinem Entwicklungsweg befleckt, da er sich zu fest den materiellen Leidenschaften hingegeben hat, anstatt in der Liebe zum Vater und zu seinem Nächsten die göttlichen Gaben in sich zu entfalten und auf diese Weise sich zum Göttlichen zu erheben.

Der Geist ist verloren gegangen, weswegen das göttliche Wort Selbst in Jesus zur Erde kam, um diesen aus seinen Ketten der Versklavung zu befreien und ihn wieder zum wahren Leben zu erwecken.

Natürlich ist durch die Befleckung des Geistes auch die Seele in Mitleidenschaft geraten, denn sie erlitt als Gewand des Geistes dieselbe Verunreinigung, so dass sie nicht mehr gemäss ihrer von Gott her gegebenen Ordnung den Körper regieren konnte. Auf diese Weise sind auch all' die vielfältigen Krankheiten entstanden, sei aus auf körperlicher oder psychischer Ebene.

Nur durch eine Reinigung und Läuterung unseres Geistes, und durch das innere Erwachen für die Führung des Gewissens, welches die Stimme Gottes in uns selbst ist, können wir unserer Seele wieder ihre ursprüngliche Reinheit zurückgeben und unseren Körper heilen.

Folgend ein paar Verse aus dem Buch des Wahren Lebens, die diese Worte untermauern:

1, 5-9:
5. Warum folgte der Geist nicht von Anfang an der Stimme des Gewissens? Weil er es nicht hinreichend entwickelt hatte, um die Gebote zu verstehen und zu erfüllen, die es ihm eingab, und gleichzeitig die Triebe des Fleisches zu beherrschen. Der freie Wille und der Einfluss der Materie sind die Prüfungen, denen euer Geist unterworfen ist.
6. Wenn die Menschen von Anbeginn auf die Stimme ihres Gewissens gehört hätten, wie es Abel tat, glaubt ihr, es wäre dann nötig gewesen, dass euer Vater sich von Zeit zu Zeit materialisieren musste, um euch das Gesetz zu erklären und euch den Weg der Entwicklung des Geistes zu lehren? Wahrlich, ich sage euch: Nein. Wenn ihr euch meinem Gesetz unterworfen hättet und ihm gehorsam gewesen wären, so wären alle meine Offenbarungen und Unterweisungen durch euer Gewissen zu euch gelangt. Doch als ich diese Menschheit in den Leidenschaften gefangen sah, welche die Welt ihr anbot, taub für meine Stimme und zu blind, um das geistige Licht zu schauen, das ihren Weg erhellte, da musste ich mein Gesetz in der Ersten Zeit materialisieren, indem ich es in Stein meißelte und mich ihren körperlichen Sinnen offenbarte, um ihren Materialismus zu besiegen.
7. Von neuem wandte sich die Menschheit ab von meinen Geboten, und ich musste zu den Menschen kommen, um sie zu lehren. Es genügte nicht, dass ich euch mein Gesetz in jener materiellen Form gegeben habe, und es enthielt euch nicht alles, was der Vater euch zu sagen hatte; und so sandte ich euch Jesus, durch den ihr das Wort Gottes hören würdet. Er sprach zu euren Herzen. Jener Meister kannte die Wege, die zum Innersten des menschlichen Wesens führen, und mit seinen Worten, mit seinen Werken und seinem Opfer am Kreuz rührte Er an eure eingeschlummerten Herzen. Er weckte eure teilnahmslosen Gefühle, weil Er wusste, dass ohne diese Vorbereitung die Zeit nicht kommen würde, in der der Mensch in seinem eigenen Geist die Stimme seines Herrn hören würde, der nun bei euch ist, wie es euch angekündigt war.
8. Es ist euer Gott, der zu euch spricht, meine Stimme ist das Gesetz. Heute hört ihr es aufs neue, ohne dass es nötig ist, es in Stein zu meißeln, oder dass ich mein unter euch inkarniertes Wort senden muss. Meine göttliche Stimme ist es, die zu eurem Geist kommt und ihm den Beginn eines Zeitalters offenbart, in welchem der Mensch gerecht wird, sich mit seinem Schöpfer versöhnen und sich läutern wird, wie es geschrieben steht.
9. Legt meine Worte nicht falsch aus, indem ihr sagt, dass das Gesetz der Ersten Zeit das Gesetz des Fleisches war und dass dasjenige der Zweiten Zeit nur zu eurem Herzen sprach; denn ich habe zu jeder Zeit den empfindsamsten und entwickeltsten Teil eures Wesens berührt, um mich daselbst kundzutun und mich fühlbar zu machen. Mein Gesetz hat immer zu eurem Geist gesprochen, denn er ist es, der die Materie im menschlichen führt.

Re: Wer hat sich befleckt, unser Geist oder unsere Seele?

Verfasst: 19.01.2020, 10:55
von cristina
Hier ein weiterer Auschnitt aus Band VI, der über den Geist und seinen jetztigen Zustand aufklärt:

Unterweisung 170:
56. Wahrlich, Ich sage euch, von den frühesten Tagen der Menschheit an besaß der Mensch das intuitive Wissen, ein geistiges Wesen in sich zu tragen, eine Wesenheit, die, obwohl sie unsichtbar war, sich bei den verschiedenen Werken seines Lebens offenbarte.
57. Euer Herr hat euch von Zeit zu Zeit die Existenz des Geistes offenbart, seine Wesensnatur und sein verborgenes Sein. Denn obschon ihr ihn in euch tragt, ist der Schleier, in den euch eure Vermaterialisierung hüllt, so dicht, dass ihr nicht zu erkennen vermögt, was das Edelste und Reinste in eurem Wesen ist.
58. Viele Wahrheiten hat der Mensch zu leugnen gewagt. Dennoch, der Glaube an die Existenz seines Geistes gehörte nicht zu dem, was er am meisten bekämpft hat, weil der Mensch gefühlt und schließlich begriffen hat, dass die Leugnung seines Geistes dasselbe wäre, wie sich selbst zu verleugnen.
59. Als die menschliche Körpermaterie aufgrund ihrer Leidenschaften, ihrer Laster und ihres Materialismus degenerierte, wurde sie zu einer Kette, zu einer dunklen Augenbinde, zu einem Gefängnis und einem Hindernis für die Entfaltung des Geistes. Trotzdem hat dem Menschen in seinen Stunden der Prüfung nie ein Funken inneren Lichtes gefehlt, der ihm zu Hilfe kommt.
60. Wahrlich, Ich sage euch, der höchste und reinste Ausdruck des Geistes ist das Gewissen, jenes innere Licht, das den Menschen unter allen Geschöpfen, die ihn umgeben, das erste, das höchste, das größte und edelste sein lässt.
61. "Meister", fragt ihr Mich im stillen, "warum wissen wir so wenig vom Geist? Warum wissen wir so wenig über uns selbst?"
62. Der Meister antwortet euch: Weil ihr euch mehr dem zugewandt habt, was euch die Welt beschert, und ihr euch nicht dem Studium des Unvergänglichen gewidmet habt, welches euer Geist ist. Selbst der Geist verschmäht angesichts der Schönheiten, Wunder und Vergnügungen, die das Leben für ihn bereithält, sei es auch nur für kurze Zeit, die Freuden, die ihm seine eigene Entwicklung bieten kann. Dennoch, muss Ich euch wahrheitsgemäß sagen, sollt ihr deshalb nicht glauben, dass das Irdisch-Materielle mächtiger ist als der Geist und dass dies der Grund dafür ist, dass er gesunken ist, bis er sich vermaterialisiert hat. Nein, der Geist ist unvergleichlich stärker und wird es immer sein. Doch wenn er gefallen ist, so geschah es freiwillig, verführt durch die Verlockungen einer Welt, die, wenn auch nur vorübergehend, ihm durch die Sinne des Fleisches ein Leben reich an Vergnügungen und Versuchungen anbietet.
63. Es ist nur natürlich, dass seine Vermaterialisierung ihn hindert, sich selbst zu erkennen, und ihm nicht erlaubt, seine Fähigkeiten durch seinen menschlichen Wesensteil zu offenbaren. Denn die materielle Natur scheint der geistigen Natur am meisten entgegengesetzt zu sein. Dennoch, wenn beide in euch zur Harmonie finden, werdet ihr erleben, dass eure körperliche Natur wie ein reiner Spiegel ist, der das Geistige und selbst das Göttliche in all' seiner Schönheit widerspiegelt.
64. Sucht meine Gegenwart in den von Mir vollbrachten Werken und ihr werdet Mich auf Schritt und Tritt finden können. Versucht, Mich zu hören, und ihr werdet Mich in der machtvollen Stimme vernehmen, die von allem Geschaffenen ausgeht. Denn es ist für Mich ein Leichtes, Mich durch die Erscheinungen der Schöpfung zu offenbaren. Ich offenbare Mich sowohl in einem Gestirn, im Wüten eines Sturmes, als auch im milden Licht einer Morgenröte. Ich lasse meine Stimme im melodischen Trillern eines Vogels hören, wie Ich sie auch durch den Duft der Blumen zum Ausdruck bringe. Und jeder Ausdruck von Mir, jeder Satz, jedes Werk spricht zu euch allen von Liebe, von Erfüllung gegenüber den Gesetzen der Gerechtigkeit, von Weisheit, von Ewigkeit im Geist.
65. Warum habt ihr es nicht erreicht, euch in der ganzen geistigen Fülle zu zeigen, in der großen Schönheit eures Geistes, obwohl ihr Macht über das Materielle hattet? Weil ihr euch von den Leidenschaften der Welt mitreißen ließt.
66. Unterlasst daher nicht das Studium und die Ausübung meiner Lehre, in der Meinung, dadurch größere Vergeistigung zu erreichen. Ihr müsst lernen, sie durch Weisheit zu verdienen, dann werdet ihr den Anfang der universellen Harmonie erreicht haben, in welcher ihr zulasst, dass euer Geist sich offenbart.
67. Legt das Gesetz aus und befolgt es. Dadurch werdet ihr euch darauf vorbereiten, in den höheren geistigen Welten zu leben. Solange es materielle Welten gibt, muss die geistige Welt weiterhin ihr Licht auf sie ausstrahlen und ergießen.
68. Bedenkt: Wenn ihr jetzt nicht imstande wart, eine gebrechliche Erdenhülle zu beherrschen, welche Aufgabe könnte Ich dann eurem Geist anvertrauen, wenn er einst in einer Welt höherer Vergeistigung lebt?
69. Ich allein kann euch diese Unterweisungen geben, oh Menschheit. Welcher Mensch könnte euch das sagen, was Ich in meiner Geheimkammer noch für euch bereithalte? Denkt nach und betet, oh Jünger, damit meine Lehre euch zur Versöhnung des Geistes mit seinem Erdenhülle führt.
Mein Friede sei mit euch!