Sinn des Erdenlebens

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Bernard
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Sinn des Erdenlebens

Beitrag von Bernard » 07.04.2020, 09:45

Unser Vater hat sich an zahlreichen Stellen zum Sinn des Lebens geäußert. Wir wurden nicht als vollkommene Wesen geschaffen, denn dann hätte es keinen Fall geben können. Vielmehr wünscht Er sich, dass wir aus Dankbarkeit für Seine Liebe, die uns schuf, zur Vollkommenheit streben, um so mit Ihm in der ewigen Herrlichkeit leben zu können.

Sicher fallen manchem Leser noch andere Stellen im Buch des Wahren Lebens oder im Dritten Testament auf, die sich mit dem Thema beschäftigen. Es hilft allen, wenn diese zu diesen Fundstellen hinzugefügt werden:

212, 58. Das ist der Grund für eure Reinkarnation. Ihr seid gleich einem Samen aus dem väterlichen und mütterlichen Schöpfergeist Gottes lauter, einfach und rein geboren worden. Doch irrt euch nicht; denn es ist nicht dasselbe, lauter und einfach zu sein, wie groß und vollkommen zu sein.

231, 12 Erkennt, dass dieser Entwicklungsweg dazu dient, genügend Verdienste gegenüber Gott zu erwerben, durch die ihr euren Geist von einem unwissenden und unentwickelten Geist in einen großen Lichtgeist zur Rechten des Vaters verwandeln könnt.


180, 64. Wenn ihr Mein Wort ergründet, werdet ihr begreifen, dass die Absicht des Vaters, als Er euch auf die Welt sandte, um ihre Wege voller Gefahren und Verführungen zu durchlaufen, nicht die war, dass ihr euch auf ihnen verirren solltet. Denn sie waren im voraus so angelegt, dass ihr auf ihnen die notwendigen Lektionen für die Entwicklung des Geistes erhalten würdet, um euch die Erfahrung zu geben, die euch fehlte, und schließlich, um euch voll Licht zu Mir zurückkehren zu lassen.

328, 20. Die Tugend zeigt sich nur in der Prüfung. Das Licht strahlt am stärksten in der Finsternis, das Licht strahlt nicht im Licht, und so war es notwendig, dass euer Geist geprüft und geläutert würde. Denn euer Geist hat einen Anfang, doch in seiner Unschuld hatte er keine Verdienste, fehlte es ihm an Erfahrung, an Entfaltung und an Vollkommenheit. Dafür wurde ihm eine niedere Lebensstufe anbefohlen, um zu einer anderen, höheren aufsteigen zu können, und so weiter auf den sieben Stufen der Stufenleiter zur Vollkommenheit, bis er als vollkommener und reiner Geist in die Gegenwart des Vaters gelangt ─ voller Licht, durch die Entfaltung all seiner Gaben entwickelt, in all seinen Fähigkeiten vervollkommnet, mit vielen im Kampfe erworbenen Verdiensten, voll Erkenntnis seiner selbst, seines Vaters und des Lebens, sich seiner Herkunft bewusst, wozu er geschaffen worden ist, und wohin er zurückgekehrt war.

339, 35. Seht ihr diese Menschheit, die sich in ihrer Ungewissheit und in ihrem Schmerz hin- und herwälzt? Fühlt ihr jenen Mantel des Trübsinns, düsterer Vorahnungen, der euren Planeten umhüllt? Der Meister sagt euch: Jene Welt, die keine Kenntnis von meiner Wiederkunft hat, noch durch mein Wort inspiriert lebt ─ wie ferne fühlt sie sich vom Geistigen Leben! Aber auch für die Erleuchtung ihrer Bewohner wird ein Beweis, ein Ruf genügen, damit sie umkehren und erkennen, dass die einzige Aufgabe, welche ihre Geister auf der Erde haben, darin besteht, sich durch die Prüfungen, die Ich ihnen sende, zu vervollkommnen.

279, 65. Ich bringe eine neue Lektion, durch die ihr lernen werdet, auf Erden geistig zu leben, was das wahre Leben ist, das den Menschen von Gott bestimmt ist.

279, 66. Ich habe euch bereits gesagt, dass "Vergeistigung" nicht Frömmelei noch religiöser Fanatismus oder übernatürliche Praktiken bedeutet. Vergeistigung bedeutet Harmonie des Geistes mit dem Körper, Befolgung der göttlichen und menschlichen Gesetze, Schlichtheit und Reinheit im Leben, absoluter und tiefer Glaube an den Vater, Vertrauen und Freude daran, Gott im Nächsten zu dienen, Ideale der Vervollkommnung der Moral und des Geistes.

Bernard
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Re: Sinn des Erdenlebens

Beitrag von Bernard » 06.07.2021, 09:29

Der Vater schuf also Seine Kinder lauter und rein und nicht als vollkommene Wesen. Sie konnten sich so schwingungsmässig auch nicht in den reinen Welten aufhalten. Damit sie sich aber weiter entwickeln konnten, gab Er ihnen die materielle Welt. Von einem FALL DER ENGEL ist also nicht die Rede. Sieht man Engel als vollkommene Wesen, so ist es ein Widerpruch in sich, diese als potentiell gefallene Wesen zu bezeichnen. Vollkommenheit unterliegt niemals einem Fallgeschehen. Das gilt sowohl für den Schöpfer wie auch für alle Wesen, die den Zustand der Volkommenheit erreicht haben:


35, 50. Als der Raum zum ersten Mal durch die Gegenwart der Geister erhellt wurde, fühlten diese — da sie noch wankend und stammelnd wie kleine Kinder waren und weder die Entwicklung noch die Kraft hatten, sich an den ORTEN HOHER VERGEISTIGUNG aufzuhalten — das Bedürfnis nach einer Stütze, nach einem Stützpunkt, um sich stark zu fühlen, und so wurde ihnen die Materie und eine materielle Welt gegeben, und in ihrem neuen Zustand gewannen sie Erfahrung und Erkenntnisse.

35,48. Höret, Jünger: Bevor ihr ins Leben tratet, war Ich schon vorhanden, und in meinem Geiste war der eure verborgen. Doch Ich wollte nicht, dass ihr mein Reich erben solltet, ohne Verdienste erworben zu haben. Ich wollte nicht, dass ihr das Vorhandene besäßet, ohne zu wissen, wer euch geschaffen hatte, noch wollte Ich, dass ihr ohne Richtung, ohne Ziel und ohne Ideal wegginget.

35, 33. So, wie Ich euch den Krieg und die großen Unglücke angekündigt habe, welche die Menschheit erwarten, so sage Ich euch auch, dass der Tag kommen wird, an dem alle Nationen der Erde den Frieden genießen werden, an dem die Menschen sich in Mir lieben werden, und ihr Leben, ihre Arbeit, ihre Werke in der Welt werden die wohlgefällige Verehrung sein, die wie duftender Weihrauch von diesem Planeten zu Mir emporsteigt.

35, 34. Ihr fragt Mich: "Herr, wann wird diese Zeit kommen?" Und Ich antworte euch: Wenn die Menschheit sich durch den Schmerz, die Reue, die Erneuerung und die Ausübung des Guten gereinigt hat.

Bernard
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Sinn des Erdenlebens

Beitrag von Bernard » 02.08.2021, 21:23

326, 37. Gott hat keine Gestalt, denn wenn Er sie hätte, wäre Er ein begrenztes Wesen, wie es das menschliche ist, und dann wäre Er nicht Gott. Sein "Thron" ist die VOLLKOMMENHEIT, die Gerechtigkeit, die Liebe, die Weisheit, die Schöpferkraft, die Ewigkeit.

326, 38. Der "Himmel" ist die höchste Seligkeit, die ein Geist auf seinem VERVOLLKOMMNUNGsweg erreicht, wenn er sich in Weisheit und Liebe so hoch erhebt, dass er einen Reinheitsgrad erlangt, den keine Sünde und kein Schmerz mehr erreicht.

Hier sagt der Vater also deutlich, dass ein vollkommenes Wesen nicht mehr aus der Vollkommenheit heraus fallen kann. Wenn im kirchlichen Christentum vom Fall der Engel, womit ohne Zweifel vollkommene Wesen gemeint sind, die Rede ist,
so steht sie im Widerpruch zu der Wahrheit, die Gott uns im Buch es Wahren Lebens brachte.

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